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Grußworte


Sehr geehrte, liebe KollegInnen, MitstreiterInnen und Interessierte!

Die letzten Wochen waren für viele von uns turbulent und so freuen wir uns sehr, dass wir Sie auch unter den besonderen Bedingungen der COVID-19-Pandemie zur Teilnahme am 13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 9. bis 12. September 2020 einladen dürfen!

Im Bundesland Hessen gilt aktuell die Regelung, dass nur eine begrenzte Personenzahl an einer Großveranstaltung teilnehmen darf, damit Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden können. Deshalb hat sich der Vorstand der DGP und das Kongresspräsidium entschieden, unter Einhaltung der gesundheitlichen Schutzmaßnahmen die diesjährige Jahrestagung als „Hybrid-Veranstaltung“ durchzuführen, d.h. eine erst kurzfristig festzulegende begrenzte Anzahl an TeilnehmerInnen wird in Wiesbaden im (weitläufigen) RheinMain CongressCenter (RMCC) vor Ort sein können, alle anderen haben die Möglichkeit, eine „digitale Eintrittskarte“ zu erwerben und die Beiträge via Livestream im Internet zu verfolgen und sich digital zu beteiligen.

Für uns alle ist dieses Hybrid-Format neu. Auf etablierte Erfahrungen können wir nicht zurückgreifen. Wir betreten damit Neuland. Doch genau das sind wir doch gewohnt aus unserer alltäglichen Arbeit: jede Begegnung mit einem neuen Patienten, Angehörigen und Zugehörigen ist letztlich ein Eintritt in ein neues Universum. Bringen Sie deshalb Ihre Neugier, Ihre Ideen und Ihre Lust auf neue Dialoge mit, ob analog vor Ort oder digital im Netz. Bringen Sie sich ein! Gerade in diesen Zeiten erleben wir, dass das respektvolle Austragen von Kontroversen ein wertvolles Kulturgut ist, der Ausdruck eines demokratischen, gleichberechtigten Miteinanderringens. Nehmen Sie daran teil! Nur wer dabei ist, kann es erfahren – ob analog oder digital.

So freuen wir uns auf Sie und Ihre Teilnahme am 13. Kongress der DGP „Kontroversen am Lebensende“!

Dr. med. Bernd Oliver Maier
Dr. Bernd Oliver Maier
Kongresspräsident

        Michaela Hach
Michaela Hach
Kongresspräsidentin

             Kurt W. Schmidt
Dr. Kurt W. Schmidt
Kongresspräsident


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der 13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist bewusst unter das Leitthema „Kontroversen am Lebensende“ gestellt. Wir sind insbesondere in den vergangenen vier Jahren auch und gerade als Fachgesellschaft mittendrin in den gesellschaftlich heftig diskutierten existentiellen Fragen! Der § 217 StGB und damit das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe beschäftigt uns seit 2015, hat zu viel Für und Wider innerhalb der palliativmedizinischen Szene geführt und zum Zeitpunkt dieses Grußwortes steht die mit Spannung erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu einer Klarstellung, vielleicht sogar zu einer Abschaffung dieses Paragrafen noch aus.

Sterbehilfe − DIE Kontroverse am Lebensende. Hat ein schwerstkranker Mensch, der sich aus einer individuellen Situation für ihn unerträglichen Leids dazu entscheidet, sein Leben so nicht mehr weiterführen zu wollen, Anspruch auf staatliche bzw. ärztliche Hilfe bei der Umsetzung seines Sterbewunsches? Umgekehrt: Darf man ihn damit allein lassen? Wie kann das mögliche Leid des einzelnen Patienten abgewogen werden gegenüber einem Risiko einer freizügigen Strafrechtsregelung, die vielleicht die vulnerablen Menschen in Lebenskrisen, die Schwachen und die Randgruppen der Gesellschaft unzumutbarem Druck aussetzt? Das Recht auf Autonomie gegenüber der Gefahr der schiefen Ebene…

Kann der Freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken (FVET) für einige Menschen das berühmte Hintertürchen sein, der sichere Notausgang, falls es − das Leben, das Leid − nicht mehr zu ertragen ist? Oder ist das mehr ein Feigenblatt für uns Professionelle?

Und müssten wir nicht den Begriff der Sterbehilfe wieder mehr für die Hospiz- und Palliativversorgung reklamieren? Als Hilfe beim Sterben, aber nicht Hilfe zum Sterben?

Nachdenkliches, Spannendes, Konfrontatives, gepflegte Streitkultur − all das garantieren unsere diesjährigen Kongresspräsidenten Dr. Bernd Oliver Maier, Dr. Kurt Schmidt und Michaela Hach, denen ich besonders dafür danken möchte, dass sie nicht nur die Verantwortung für den 13. DGP-Kongress übernommen haben, sondern auch jenseits der Sterbehilfedebatte weitere schwierige Fragen am Lebensende z.B. im Spannungsfeld zwischen Onkologie und Palliativmedizin, Wissenschaft und Öffentlichkeit, Altenhilfe und Palliativversorgung in den Fokus stellen.

Doch nicht nur das: Mit kreativem Engagement und einem kleinen Team sind sie bereits ein Jahr vor dem Kongress dabei, neue Formate zu entwickeln, Künstler und Medien einzuspannen, Updates und Apps vorzubereiten und hochinteressante Plenarredner einzuladen: Inhaltlich wird es sehr anregend, dicht, up to date und ab und zu ein wenig um die Ecke gedacht, Näheres dazu lesen Sie gern in diesem Vorprogramm.

Auf bald in Wiesbaden!

Prof. Dr. Lukas Radbruch
Prof. Dr. Lukas Radbruch
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Namen des Lokalen Komitees freut es mich sehr, Sie in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden begrüßen zu dürfen. Einigen von Ihnen ist die Stadt sicherlich durch den 7. DGP-Kongress im Jahr 2008 in Erinnerung. Es ist uns eine besondere Ehre, Sie in dieser schönen Gegend erneut willkommen zu heißen, ob digital als Stream oder vielleicht live vor Ort.

Wiesbaden ist wunderbar facettenreich. Die Stadt mit ihren vielen Thermal- und Mineralquellen gehört zu den ältesten Kurbädern Europas. Zahlreiche historische Gebäude und elegante Villen zeugen von einer glanzvollen Vergangenheit und auch heute noch wirkt die Stadt höchst mondän. Gleichfalls ist Wiesbaden interkulturell sehr lebendig. Und die Nähe zum Taunus und zum Weinland Rheingau sorgt für eine optimale Kombination aus guter Infrastruktur und hoher Lebensqualität.

Wir wollten Ihnen ein Potpourri von interessanten Veranstaltungen bieten. Dazu gehörte ein überregionaler „Tag der offenen Türen“ unter dem Motto „Begleitung ist überall“. Das Theaterprojekt „Letzte Liebeslieder“ von Stefan Weiller mit Musik und Geschichten von Sterbenden sollte erstmals in Hessen aufgeführt werden u.v.m.

Das Lokale Komitee hat sich dazu entschlossen aufgrund der aktuellen Situation und nicht möglichen Planbarkeit von Veranstaltungen, das Begleitprogramm zum 13. DGP-Kongress in Wiesbaden leider vorerst abzusagen. Es ist angedacht, die Projekte auf das Jahr 2021 zu verlegen.

Wir bedauern diese Entscheidung sehr und würden uns freuen, Sie bei einer möglichen Wiederaufnahme der Programmpunkte in Wiesbaden begrüßen zu dürfen.

Für das Lokale Komitee – mit herzlichen Grüßen

Dr. Linda Fendel
Dr. Linda Fendel
Vorsitzende des Lokalen Komitees zum DGP-Kongress 2020






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