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Grußworte


Sehr geehrte, liebe Kolleg*Innen, Mitstreiter*Innen und Interessierte!

Was Johann Wolfgang von Goethe hier vor fast genau 200 Jahren treffend formuliert hat, ist in den letzten Wochen und Monaten geradezu zum Kongressmotto geworden! Das Leben als Wechsel und Veränderung.

Die COVID-19-Pandemie hatte zu Beginn dieses Jahres unser – schon fast fertiges – Kongressprogramm auf den Kopf gestellt. Was sollte in Hinblick auf den Kongress getan werden? Alles absagen? Die Finger kreuzen und unverändert weiterplanen? Oder ein neuartiges hybrides Konzept erstellen, um mit einer begrenzten Teilnehmerzahl vor Ort und einem zahlenmäßig unbegrenzten Online-Angebot ein Forum zu bieten, um drängende Fragen der palliativmedizinischen Versorgung diskutieren zu können? Für Letzteres hatte sich der Vorstand der DGP in Abstimmung mit dem Kongresspräsidium entschieden. Dafür musste alles bereits Geplante kritisch überprüft werden, ob es auch in einem hybriden Format funktionieren und den Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen des Landes Hessen standhalten kann. Und so wurde vieles verändert, einiges musste wegfallen, aber auch manches Spannende ist neu hinzugekommen. Und dann – gute zwei Wochen vor dem Kongress – untersagte das Ordnungsamt aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen kurzfristig die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmer*innen. Damit war unser Hybrid-Konzept geplatzt. Hätte es uns nicht damals schon bei der Übernahme der Kongresspräsidentschaft zu denken geben müssen, dass wir in Wiesbaden die „13.“ (!) Jahrestagung ausrichten sollen?? Jedenfalls kam es uns vor, als hätte sich nun Goethe erneut zu Wort gemeldet und uns erinnert: „... wer lebt , muss auf Wechsel gefasst sein“.

Uns ist bewusst, dass auch viele von Ihnen als Teilnehmer*innen und Interessierte ein Wechselbad durchlebt haben: Von der anfänglichen Unsicherheit, wie der Kongress nun stattfinden wird, bis hin zur endgültigen Klärung des reinen Online- Formats und den damit verbundenen Stornierungen von Hotelreservierungen und Reisebuchungen. Es tut uns wirklich sehr leid, welche Unannehmlichkeiten für viele von Ihnen damit verbunden waren und zugleich sind wir beeindruckt und erfreut, wie sehr Sie als Mitglieder der DGP diesen Kongress in diesen turbulenten Zeiten unterstützt haben und vieles dafür getan haben, dass wir dank Ihrer Hilfe ein beeindruckendes Programm anbieten können! Danke dafür!

Nun ist es also soweit: Mit diesem PDF bekommen Sie das aktualisierte Programm für den 13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. auf Ihren Bild-Schirm! Kaum zu glauben, dass es gelungen ist, in derart kurzer Zeit komplett auf „online“ umzustellen! Wir danken allen Mitwirkenden und Teilnehmenden für ihr Entgegenkommen und Mitdenken in diesen außergewöhnlichen Zeiten. Auch danken wir vielen hinter den Kulissen für ihre Unterstützung und für ihr großes Engagement!

Der Kongress lebt – durch Ihre Teilnahme – nun erstmals rein digital im Netz! Seien Sie auf ein wechselvolles Programm vom 9. – 12. September 2020 gespannt. Jetzt ist es an Ihnen. Bringen Sie Ihre Neugier und Ihre Lust auf neue Debatten mit. Lassen Sie uns gemeinsam die „Kontroversen am Lebensende“ in fairen und off enen Dialogen austragen.

Tragen Sie mit dazu bei, dass es eine besondere 13. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wird. Auf jeden Fall wird in diesem Jahr nichts „normal“ sein! Wir freuen uns auf Sie!

Dr. med. Bernd Oliver Maier
Dr. Bernd Oliver Maier
Kongresspräsident

        Michaela Hach
Michaela Hach
Kongresspräsidentin

             Kurt W. Schmidt
Dr. Kurt W. Schmidt
Kongresspräsident


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist mir eine Freude, Sie zum diesjährigen 13. Kongress der DGP zum Thema „Kontroversen am Lebensende“ zu begrüßen – und dies zum ersten Mal virtuell über den Bildschirm. Das hätten wir uns bei der Konzeption des Kongresses nicht träumen lassen: dass eine Pandemie Deutschland so fest im Griff hält, dass es die Durchführung des Kongresses gefährdet. Nach dem ersten Schock über die Einschränkungen durch die Schutzmaßnahmen im April wurde dann in den nächsten Monaten immer klarer, dass dies kein Kongress wie in den Vorjahren werden könnte. Der besondere Dank gebührt den Kongresspräsident*innen Dr. Bernd Oliver Maier, Michaela Hach und Dr. Kurt Schmidt und ihren Mitstreiter*innen im lokalen und wissenschaftlichen Komitee, die unermüdlich nach Lösungen gesucht haben für die Probleme, die dabei immer wieder auftraten. Und auch der Deutschen Krebshilfe gilt unser tiefer Dank, die neben den vielen anderen Maßnahmen zur Förderung der Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland auch den Kongress finanziell unterstützt, und mit einer Erhöhung der Förderung auch trotz coronabedingter Ausfälle den Kongress erst ermöglicht hat.

Der Kongress war lange Zeit als Hybrid-Kongress geplant mit Referent*innen und Moderator*innen plus einem Teil der Teilnehmer*innen vor Ort in Wiesbaden, während viele andere Teilnehmende per Video an den Sitzungen teilnehmen sollten. Befürchtet wurden Nachteile, weil zum Beispiel der Austausch vor Ort mit den Teilnehmer*innen und Referent*innen nicht nur während der Sitzungen, sondern auch beim Kaffee in den Pausen ein ganz wichtiger Teil des Kongresses ist. Dieser Erfahrungsaustausch und der „soziale Kitt“ des Miteinanders fallen nun für uns alle weg, die wir alle gemeinsam vor den Bildschirmen sitzen.

Doch die digitale Präsentation bietet auch Vorteile. So werden nun die dafür freigegebenen Sitzungen digital aufgezeichnet und können von den Teilnehmenden noch nach Wochen und Monaten angesehen werden. Bei den vergangenen Kongressen habe ich mich manchmal geärgert, wenn mehrere spannende Sitzungen gleichzeitig stattfanden. Ich habe dann versucht, zwischen den Sitzungssälen hin und her zu springen und hatte meist das Gefühl, dass ich von keiner Sitzung etwas gehabt habe.

Im Wiesbadener Kongress kann ich jedoch im Livestream an einer Sitzung teilnehmen und die andere später als Aufzeichnung ansehen. Und auch Teilnehmer*innen, die z.B. in der Klinik unabkömmlich sind, können jetzt die ihnen wichtigen Themen live oder aufgezeichnet ansehen.

Das Motto des Kongresses steht für die Themen, die uns in der DGP bewegen und für die es keine einfachen Lösungen gibt. Die Darstellung des Lebensendes in den Medien, der Umgang mit der Sterbehilfe nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, der Einfl uss der Pandemie auf die Hospiz- und Palliativversorgung seien hier nur als Schlagworte genannt. Ich hoff e auf eine rege Beteiligung an den virtuellen Diskussionen!

Herzlich willkommen zum ersten Online-Kongress der DGP!

Prof. Dr. Lukas Radbruch
Prof. Dr. Lukas Radbruch
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)


Sehr geehrtes Kongresspräsidium,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

in diesem Jahr ist alles anders. Die COVID-19-Pandemie hat viele Selbstverständlichkeiten unseres gesellschaftlichen Miteinanders verändert und wir alle sind gefordert, neue Lösungen und Formate zu entwickeln. Angesichts der Notwendigkeit, gesundheitliche Schutzmaßnahmen einzuhalten, danke ich der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. für den Mut, Neuland zu betreten und den Kongress in einem Hybrid-Format durchzuführen.

Die Organisation und Durchführung des neuen Veranstaltungsformats bringt sicher einige Herausforderungen mit sich. Doch in allen Herausforderungen stecken immer auch Chancen. So können sich im digitalen Format Teilnehmer*innen in das Kongressgeschehen einbringen, denen eine Anreise in unsere schöne Landeshauptstadt sonst nicht möglich gewesen wäre.

Ihr Thema „Kontroversen am Lebensende“ führt direkt ins Herz der aktuellen Situation: die COVID-19 Pandemie hat die Gestaltung des Lebensendes vor neue Fragen gestellt. Wie können wir angemessen Abschied nehmen von Palliativpatient*innen oder Covid-19-Schwererkrankten? Wie kann eine gute Palliativversorgung in der Pandemie gewährleistet werden? Die Arbeit in Hospizen und ambulanten Diensten ist eine Arbeit der Nähe, die nun zu einem neuen Miteinander finden muss.

Deutschlandweit ist die ambulante Palliativversorgung inzwischen gut etabliert. In Hessen können wir sogar von einer flächendeckenden SAPV-Versorgung sprechen. Der Hessischen Landesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, auf die Möglichkeiten der Begleitung bei existenziellen Fragen, in Lebenskrisen wie auch am Lebensende hinzuweisen und aufmerksam zu machen.

Die Auseinandersetzungen mit Sterbehilfe und der Begleitung schwerstkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase werden uns in unserer Gesellschaft auch weiter kontinuierlich begleiten – und sind notwendiger denn je. Mit Ihrem diesjährigen Kongress tragen Sie dazu bei, diese Auseinandersetzung zu fördern.

Eine gute Palliativversorgung lebt auch vom Austausch aller Beteiligten. Gerne habe ich deshalb die Schirmherrschaft für den 13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin übernommen.

Ich wünsche Ihnen allen spannende Debatten, interessante Impulse und viel Spaß. Vor allem aber wünsche ich Ihnen eines: Bleiben Sie gesund!

Kai Klose
Kai Klose
Hessischer Minister für Soziales und Integragtion


Hessisches Ministerium für Soziales und Integration


Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte

als Vorsitzende des Lokalen Komitees freut es mich sehr, Sie in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden digital willkommen zu heißen.

Leider hat die Ihnen bekannte Situation rund um Sars-CoV2 vieles durcheinander gebracht und sich auch auf die Planungen des Lokalen Komitees ausgewirkt. Unter den aktuellen Gegebenheiten sind unsere Ideen nicht durchführbar.

Wir waren voller Freude, Sie nach dem 7. DGP-Kongress im Jahr 2008 erneut in dieser schönen Gegend begrüßen zu dürfen und planten Ihnen ein Potpourri von interessanten Veranstaltungen rund um den Kongress 2020 zu bieten. Alles in allem eine sehr bedauerliche Situation, da dies nun so nicht stattfinden kann.

Das viele wunderbar bereits Erdachte soll jedoch nicht unvollendet bleiben. Daher wollen wir Sie bereits jetzt zur ‚Palliativwoche‘ vom 13. bis zum 17. September 2021 erneut in die hessische Landeshauptstadt einladen.

Auch kongressunabhängig ist Wiesbaden eine Reise wert. Die Stadt mit ihren vielen Thermal- und Mineralquellen gehört zu den ältesten Kurbädern Europas. Gleichfalls ist Wiesbaden interkulturell sehr lebendig. Und die Nähe zum Taunus und zum Wein- und Wanderparadies Rheingau sorgt für eine optimale Kombination aus guter Infrastruktur und hoher Lebensqualität.

Freuen Sie sich mit uns auf spannende Begegnungen zwischen Fachleuten und interessierten Bürgern. Zum Auftakt der Woche und als Highlight wird das multimediale Projekt „Letzte Liebeslieder“ von Stefan Weiller am 13. September 2021 in der Lutherkirche aufgeführt werden. Die Liebeslieder widmen sich Sterbenden und ihren Angehörigen und stellen ein einzigartiges Vermächtnis aus Lieblingsmelodien und Lebensgeschichten dar.

Dank der großartigen Unterstützung des Kulturamtes in Wiesbaden wird es zahlreiche Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Konzerte, Filmvorführungen und Theaterstücke geben. Und auch in den angrenzenden Regionen von Frankfurt/ Main bis in den Rheingau wird es interessante Veranstaltungen geben. Wir freuen uns auf Sie in 2021!

Nun aber allen Teilnehmenden des 13. DGP Kongresses eine gute, intensive, spannende und erlebnisreiche Zeit!

Für das Lokale Komitee – mit herzlichen Grüßen

Dr. Linda Fendel
Dr. Linda Fendel
Vorsitzende des Lokalen Komitees zum DGP-Kongress 2020


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir befinden uns derzeit alle in sehr herausfordernden Zeiten. Die Corona-Pandemie verlangt uns allen zahlreiche Einschränkungen ab, ganz gleich, ob im privaten oder beruflichen Umfeld. Leider sind davon auch diejenigen betroffen oder betroffen gewesen, die unsere Unterstützung und Fürsorge ganz besonders benötigen: schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Analysen an 34 deutschen Krebszentren während der ersten vier Monate der Pandemie haben uns gezeigt, dass im Zuge der coronabedingten Versorgungseinschränkungen im deutschen Medizinbetrieb nicht nur Früherkennungsuntersuchungen und Krebsoperationen stark zurückgefahren wurden, sondern auch die palliativmedizinische Versorgung. Die an den Krebszentren festgestellte Situation geht auf eine Initiative unserer Corona Task Force zurück, die die Deutsche Krebshilfe bereits im März gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebsgesellschaft eingerichtet hat.

Versorgungsengpässe sind auch während einer solchen Pandemie für Krebspatienten nicht akzeptabel. Krebskranke Menschen dürfen zu keiner Zeit vernachlässigt werden. In der Zwischenzeit hat sich die Situation zwar entspannt, der Normalzustand ist aber noch nicht überall wiederhergestellt. Daher müssen aus den Erfahrungen der letzten Monate Schlüsse gezogen werden, insbesondere seitens der Politik. Dafür wird sich die Deutsche Krebshilfe einsetzen.

Aber nicht erst seit der Coronakrise liegt der Deutschen Krebshilfe die Palliativmedizin sehr am Herzen. Seit Errichtung der ersten Palliativstation im Jahr 1983 am Universitätsklinikum Köln haben wir rund 82 Millionen Euro in den Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen, die Aus- und Weiterbildung, in Stiftungsprofessuren sowie in Forschungsprojekte zu palliativmedizinischen Fragestellungen investiert – und somit zur erfolgreichen Entwicklung dieses Fachgebietes in unserem Land beigetragen. Auch den diesjährigen virtuellen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin haben wir erneut finanziell unterstützt.

Doch trotz der durchaus erfolgreichen Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland sehen wir nach wie vor auch Defizite: So lässt die universitäre palliativmedizinische Ausbildung in der Breite weiterhin zu wünschen übrig. An den meisten Medizinischen Fakultäten wurde bisher kein Lehrstuhl für Palliativmedizin eingerichtet. Die Etablierung weiterer Lehrstühle erscheint uns jedoch unverzichtbar, um der Palliativmedizin auch in Forschung und Lehre weiteres Gewicht zu verleihen. Von den in Deutschland zurzeit lediglich 10 existierenden Lehrstühlen wurden 6 mit Förderung der Deutschen Krebshilfe eingerichtet. Hier sehen wir die Politik gefordert, sich dieser noch unbefriedigenden Situation dringend anzunehmen.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass der Bedarf an Palliativmedizin in den kommenden Jahren weiter steigen wird – schon deshalb, weil die Menschen immer älter werden und Krebserkrankungen im Alter zunehmen.

Um schwerstkranke Patienten, die sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, in allen Regionen Deutschlands adäquat betreuen zu können, müssen zudem die Versorgungsstrukturen ausgeweitet werden. Auch hier erscheint uns weiterhin Handlungsbedarf.

Ich darf Ihnen versichern, dass die Deutsche Krebshilfe auch zukünftig ihren Beitrag leisten wird, um die palliativmedizinische Versorgung in unserem Land weiter zu verbessern – sowohl durch die Förderung von Projekten als auch gesundheitspolitisch. In diesem Sinne stehen wir jederzeit gerne zu einem Dialog mit Ihnen bereit.

Ich bin mir sicher, dass Sie während des diesjährigen virtuellen Kongresses wichtige Impulse für die palliativmedizinische Forschung und Versorgung erhalten sowie neue Erkenntnisse gewinnen werden und wünsche Ihnen spannende Kongresstage sowie interessante Vorträge.

Gerd Nettekoven
Gerd Nettekoven
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe






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